Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Manuel Kurrle, CURSIVUM (nachfolgend „Anbieter") und seinen Kunden über die Nutzung der Software-Plattform CURSIVUM zur automatisierten Erstellung von Social-Media-Content.
CURSIVUM richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB werden als Vertragspartner ausgeschlossen. Mit Absenden einer Bestellung bzw. Nutzung des Zugangs bestätigt der Kunde, dass er in Ausübung seiner gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
Der Vertrag kommt durch individuelle Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde zustande (aktuell kein automatisierter Online-Abschluss, sondern persönliches Onboarding). Der Anbieter richtet dem Kunden nach Vertragsschluss einen personalisierten Zugang zur Plattform ein.
CURSIVUM stellt eine Software zur Verfügung, die auf Grundlage vom Kunden eingegebener Themen und hinterlegter Markenprofile mithilfe von KI-Sprachmodellen automatisiert Textentwürfe und Bildvorschläge für Instagram-Beiträge (Post und Story) erstellt und diese als Download bereitstellt.
Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software und die technische Funktionsfähigkeit der Content-Erstellung, nicht jedoch einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (z. B. Reichweite, Neukundengewinnung, Umsatzsteigerung) beim Kunden. Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem vom Kunden gewählten Tarif gemäß der jeweils aktuellen Preisübersicht unter cursivum.de/preise.html.
Der Vertrag wird auf unbestimmte Zeit geschlossen und beginnt mit der Freischaltung des Kundenzugangs. Es besteht keine Mindestvertragslaufzeit.
Mit Wirksamwerden der Kündigung wird der Kundenzugang deaktiviert. Bereits erstellte, noch nicht heruntergeladene Inhalte gehen mit Vertragsende verloren; der Kunde ist gehalten, benötigte Inhalte vorab herunterzuladen.
Es gelten die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses vereinbarten bzw. auf cursivum.de/preise.html ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich, soweit nicht anders angegeben, zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern diese anfällt. Die Abrechnung erfolgt monatlich im Voraus. Zeitlich befristete Einführungspreise („Gründerpreis") gelten ausschließlich für den in der jeweiligen Vereinbarung genannten Zeitraum; danach wird automatisch der reguläre Preis des gebuchten Tarifs fällig, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Die angebotenen Tarife sind auf die übliche Nutzung durch einen einzelnen Finanz- oder Versicherungsmakler bzw. ein einzelnes Maklerbüro für dessen eigene Social-Media-Präsenz ausgelegt. Eine feste Obergrenze der Anzahl erstellbarer Beiträge ist in den Tarifen aktuell nicht ausgewiesen. Der Anbieter erfasst zu internen Zwecken grundlegende Nutzungskennzahlen (u. a. Anzahl erstellter Beiträge je Kunde und Zeitraum) und behält sich vor, bei einer erkennbar unangemessenen oder zweckfremden Nutzung geeignete Maßnahmen zu ergreifen.
Als nicht mehr angemessen gilt insbesondere:
Bei Anhaltspunkten für eine unangemessene Nutzung wird der Anbieter den Kunden zunächst kontaktieren, um die Nutzung gemeinsam zu klären. Bestätigt sich eine zweckfremde oder exzessive Nutzung und wird diese nach Aufforderung nicht eingestellt, ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zu drosseln, ein passenderes Tarifmodell vorzuschlagen oder den Vertrag außerordentlich zu kündigen.
CURSIVUM erstellt Inhalte automatisiert mithilfe von KI-Sprachmodellen. Trotz technischer Sorgfaltsmaßnahmen (u. a. faktenbasierte Prüfregeln, automatisierte Plausibilitätsprüfung) kann der Anbieter keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit oder rechtliche Zulässigkeit der erstellten Texte und Bilder im Einzelfall übernehmen.
Der Kunde ist verpflichtet, jeden generierten Inhalt vor Veröffentlichung eigenständig inhaltlich zu prüfen und über die Veröffentlichung zu entscheiden. Dies gilt insbesondere, aber nicht ausschließlich, für:
Die alleinige Entscheidung über die Veröffentlichung eines Inhalts trifft der Kunde. Mit der Veröffentlichung übernimmt der Kunde die volle inhaltliche Verantwortung für den jeweiligen Beitrag, so als hätte er ihn selbst verfasst.
Ab dem 2. August 2026 gelten nach Art. 50 der EU-Verordnung über Künstliche Intelligenz (AI Act) Transparenzpflichten für KI-generierte und KI-bearbeitete Inhalte. Bei Veröffentlichung KI-generierter Inhalte (insbesondere Bilder) gegenüber der Öffentlichkeit ist regelmäßig der veröffentlichende Kunde selbst als „Betreiber" im Sinne des AI Act für die Einhaltung etwaiger Kennzeichnungspflichten verantwortlich, nicht der Anbieter. Für rein werbliche, unternehmenseigene Textinhalte kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Ausnahme greifen, insbesondere wenn der Kunde den Inhalt vor Veröffentlichung inhaltlich prüft und hierfür die redaktionelle Verantwortung übernimmt — was ohnehin bereits nach Ziffer 8 dieser AGB verlangt wird. Der Anbieter empfiehlt, sich vor dem 2. August 2026 über die für das eigene Geschäftsmodell konkret geltenden Pflichten zu informieren, etwa beim eigenen Berufsverband oder rechtlich beraten zu lassen.
Der Anbieter räumt dem Kunden an den für ihn erstellten Texten und Bildern ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht zur eigenen geschäftlichen Verwendung ein (insbesondere Veröffentlichung auf Social-Media-Kanälen des Kunden). Eine Weiterveräußerung der erstellten Inhalte als eigenständiges Produkt an Dritte ist nicht gestattet.
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, schuldet in der aktuellen Pilotphase jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit (kein Service-Level-Agreement). Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Geschäftszeiten durchgeführt.
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters beruhen, sowie nach Maßgabe des Produkthaftungsgesetzes.
Für Schäden aus der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, haftet der Anbieter bei leichter Fahrlässigkeit der Höhe nach begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, maximal jedoch begrenzt auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten gezahlten Entgelte.
Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für Schäden, die aus der Veröffentlichung ungeprüfter KI-generierter Inhalte durch den Kunden entstehen (siehe Ziffer 8), sowie für Ausfälle oder Änderungen von Drittplattformen (insbesondere Instagram/Meta), auf die der Anbieter keinen Einfluss hat.
Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten finden sich in der separaten Datenschutzerklärung.
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, sofern dies zur Anpassung an geänderte Rechtslage, Rechtsprechung oder technische Gegebenheiten erforderlich ist. Über Änderungen wird der Kunde mindestens 4 Wochen vor Inkrafttreten in Textform informiert. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 4 Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die geänderten Bedingungen als angenommen. Der Anbieter wird den Kunden in der Änderungsmitteilung gesondert auf diese Rechtsfolge hinweisen.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Anbieters (Sindelfingen).
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen hiervon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.